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Klimaschutz im Klassenzimmer
An der Karl-Foerster-Schule Potsdam wissen schon die Grundschüler, dass Wärme und Strom viel Energie benötigen. In jeder Klasse achten deshalb zwei Energiespardetektive darauf, dass das Licht nur an ist, wenn es benötigt wird, dass richtig gelüftet und der Müll getrennt wird oder dass die Heizkörper korrekt eingestellt sind.
Auch die Umwelt- und Klimafüchse der Hamburger Grundschule Horn haben sich zu Energiedetektiven ausbilden lassen. Dank ihrer Spürfähigkeiten wurden Einsparungen beim Heizen erzielt und Bewegungsmelder im Treppenhaus installiert. Am Hegel-Gymnasium in Stuttgart motivieren dagegen ausgebildete Solar-Scouts der Solar-Challenge ihre Eltern dazu, zu Hause Balkonkraftwerke zu installieren. Zusätzlich bietet eine App eine interaktive Schnitzeljagd mit Energiespartipps.
Energiesparmeister-Wettbewerb sucht Klimaschutzprojekte an Schulen
Mit ihren Projekten tragen so schon die Jüngsten zum Klimaschutz bei und lernen ganz praxisnah, was Klimaschutz und Energiewende bedeuten und wie sie beides selbst aktiv mitgestalten können. Ideen und Unterstützung beim Energiesparen in der Schule liefert ihnen dabei zum Beispiel die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online, die jedes Jahr mit Unterstützung des BMWK auch den Energiesparmeister-Wettbewerb ausrichtet. Gesucht werden seit 2009 jährlich die effizientesten, kreativsten und nachhaltigsten Klimaschutzprojekte an deutschen Schulen. Das beste Schulprojekt in jedem Bundesland gewinnt. Seit dem 14. Januar und noch bis zum 28. März 2025 können wieder Projekte für den Wettbewerb eingereicht werden. Mehr Infos dazu gibt es hier.
Bis das eigene Projekt preisverdächtig ist, braucht es zunächst eine oder am besten gleich mehrere gute Ideen für den Klimaschutz an Schulen. Jede Menge Infos dazu liefert der Leitfaden „Klimaschutz im Klassenzimmer“, der als PDF heruntergeladen werden kann. Neben Tipps für die Bestandsaufnahme des Energieverbrauchs in der Schule liefert er im zweiten Schritt gute Ideen zum aktiv werden, darunter Infos zur Reduzierung des Heiz- oder Stromverbrauchs, zur Nutzung von Erneuerbaren Energien, zu klimafreundlicher Ernährung, zur Abfalltrennung und sogar zu CO2-armer Mobilität für den Schulweg.
Richtig lüften und heizen: Clever Heizenergie sparen und besser lernen
Wer beispielsweise die Heizkörper im Klassenzimmer nicht immer auf volle Leistung stellt, kann sparen. Jedes Grad weniger spart circa sechs Prozent Heizenergie. Auch zum Lernen darf es nicht zu warm sein im Klassenraum. 20 Grad gilt als ideale Temperatur. Durch falsches Lüften beheizter Räume geht ebenfalls viel Wärme verloren. Gleichzeitig ist regelmäßiges Lüften wichtig für die Konzentration. Unterrichts- und Aktionsmaterialien zu den Themen Energiesparen und Klimaschutz finden Lehrende sowie Schülerinnen und Schüler hier.
Mit CO2-Messgeräten lässt sich der CO2-Gehalt in der Luft genau ermitteln. Spätestens ab einem Messwert von 1.400 ppm (Parts per million) heißt es: „Fenster auf!“ Wo kein Messgerät zum Einsatz kommt, gilt die Faustregel: Mindestens einmal vor, während und nach einer 45-minütigen Unterrichtseinheit lüften. Um Energiekosten zu sparen, sollte während des Lüftens die Heizung heruntergedreht werden. Damit die Klassenräume schnell warm werden, dürfen Heizkörper außerdem nicht zugestellt sein und müssen regelmäßig von einer Fachkraft entlüftet werden.
Praxistipps, Projektplan und Poster kostenfrei zum Download
Auch zum Stromsparen liefert der Leitfaden viele wertvolle Tipps. Schon wer in gerade nicht genutzten Räumen das Licht ausschaltet, macht einen Anfang. Beschriftete Lichtschalter helfen gegen ungewolltes An- und Ausschalten von Lampen. Computer und andere Elektrogeräte sollten immer vollständig ausgeschaltet werden und nicht im Standby-Modus weiterlaufen. Auch der Blick auf die Energielabel der Kühlgeräte in der Schulküche und auf einen Ökostromtarif lohnt sich für Stromspardetektive in der Schule.
Wer sein Projekt gefunden hat, bekommt mit dem Leitfaden sogar Infos zum Gründen einer Schülerfirma, zu passenden Förderprogrammen und Projektangeboten oder auch zur Öffentlichkeitsarbeit für das eigene Projekt sowie eine thematische Linksammlung. Damit alles die passende Struktur bekommt, steht außerdem ein bereits vorgefertigter Projektplan als Download zur Verfügung.
Ein Poster mit Heiz- und Stromtipps für den Schulalltag, ein Infoplakat zum Treibhauseffekt für den Klassenraum und sogar eine ganze Unterrichtseinheit zum Thema „Klimaschutz im Alltag – worauf kommt’s an?“ können auf der Energiesparmeister-Website ebenso kostenfrei heruntergeladen werden. So kann der Klimaschutz im Klassenzimmer für alle gut sichtbar starten.