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Solarstrom und Wärmepumpen bringen Aufwind bei den Erneuerbaren
Erneuerbare Energien sind mittlerweile die wichtigste Stromquelle für Deutschland und damit von zentraler Bedeutung für Klimaschutz und Versorgungssicherheit. Auch 2024 ist ihr Anteil am gesamten Energieverbrauch (gemeinsame Betrachtung von Strom, Wärme und Verkehr) in Deutschland weiter gestiegen und lag bei insgesamt 22,4 Prozent. 2023 betrug dieser Anteil noch 21,6 Prozent. Das belegen aktuelle Auswertungen der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat), die die Nutzung der Erneuerbaren im Auftrag des BMWK beobachtet und immer im März eine erste Bilanz zu ihrer Entwicklung im Vorjahr erstellt.
In dem am 11. März 2025 veröffentlichten Hintergrundpapier „Erneuerbare Energien in Deutschland - Daten zur Entwicklung im Jahr 2024“ wurden die Erkenntnisse außerdem um Zahlen zu den wirtschaftlichen Effekten und den vermiedenen Emissionen durch den Einsatz Erneuerbarer Energien ergänzt. Der Anhang des Papiers enthält wesentliche Indikatoren zur Witterung im aktuellen Jahr, um die Entwicklungen besser einordnen zu können.
Erneuerbare decken erneut deutlich mehr als die Hälfte des inländischen Strombedarfs
Der Anteil der Erneuerbaren am Bruttostromverbrauch ist 2024 demnach von 52,9 auf 54,4 Prozent gestiegen. Viele neue Solaranlagen führten dazu, dass die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien um insgesamt drei Prozent auf 284 Terawattstunden (TWh) zulegen konnte. Neben Photovoltaikanlagen erzeugten auch Windparks auf See und Wasserkraftwerke mehr Strom als im Vorjahr.
Mittels Wärmepumpen nutzbar gemachte Umwelt- und Erdwärme stieg um 15 Prozent
Auch der Anteil der Erneuerbaren am Endenergieverbrauch für Wärme stieg 2024 leicht an und erreichte 18,1 Prozent. Mit 197 TWh wurden knapp zwei Prozent mehr „grüne“ Wärme erzeugt als noch 2023. Die Wärmeerzeugung mittels Wärmepumpen legte um 15 Prozent zu. Die Wärmeerzeugung aus Biomasse blieb im Vorjahresvergleich in etwa konstant.
Gemischtes Bild beim Anteil Erneuerbarer Energien im Verkehr
Der Anteil der Erneuerbaren am Endenergieverbrauch Verkehr sank dagegen leicht auf 7,2 Prozent. Neben einem konjunkturbedingten Rückgang bei Dieselkraftstoffen insgesamt ging der Absatz von Biodiesel/HVO im letzten Quartal 2024 auch in Folge einer Änderung der gesetzlichen Bestimmungen im Rahmen der Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) zurück. Zugleich lässt die neue Regelung für die kommenden Jahre einen deutlichen Anstieg erwarten. Der steigende E-Fahrzeugbestand konnte den Rückgang zwar mengenmäßig nicht ausgleichen, da E-Fahrzeuge jedoch nur wenig Energie benötigen, bedeutet auch eine nur moderat höhere Stromnachfrage im Straßenverkehr wesentlich mehr „erneuerbar zurückgelegte“ Kilometer.
Erneuerbare Energien decken insgesamt 22,4 Prozent des Bruttoendenergieverbrauchs
Aufgrund des immer noch hohen Anteils fossiler Heizenergieträger und fossiler Kraftstoffe am gesamten Energieverbrauch erhöht sich der Gesamtanteil der Erneuerbaren Energien am Bruttoendenergieverbrauch nur langsam. Der Anteil (nach EU-Richtlinie) stieg von 21,6 Prozent im Jahr 2023 auf rund 22,4 Prozent in 2024.
256 Millionen Tonnen Treibhausgasemissionen vermieden
Durch die Nutzung Erneuerbarer Energien verringert sich der Einsatz fossiler Energieträger und damit der Ausstoß von Treibhausgasen und Luftschadstoffen. Der Klimaschutzbeitrag der Erneuerbaren umfasste 2024 gut 256 Millionen Tonnen sogenannter CO2-Äquivalente. Das waren etwa sechs Millionen Tonnen mehr als im Vorjahr. CO2-Äquivalente (CO2-Äq.) sind eine Maßeinheit zur Vereinheitlichung der Klimawirkung der unterschiedlichen Treibhausgase.
32 Milliarden Euro an Investitionen in Erneuerbare Energien
Mit 32 Milliarden Euro lagen die Investitionen in Erneuerbare Energien 2024 nach Angaben der AGEE-Stat über den Werten der vergangenen Jahre, reichten allerdings nicht ganz an die des Rekordjahres 2023 heran. Aus dem Betrieb bestehender Anlagen entstanden wirtschaftliche Impulse im Wert von 23,3 Milliarden Euro.
Die vorgestellten Daten sind vorläufig und werden im Laufe des Jahres nach Vorliegen weiterer Statistiken durch die AGEE-Stat aktualisiert.
Weiterführende Informationen:
- Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik: „Erneuerbare Energien in Deutschland 2024: Daten zur Entwicklung im Jahr 2024“
- Umweltbundesamt: „Erneuerbare Energien in Zahlen“
- News des Umweltbundesamtes: „Solarstrom und Wärmepumpen treiben Erneuerbare Energien voran“
- BMWK-Dossier: „Erneuerbare Energien“