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Illustration: Haus und Bäume unter einer Lupe © BMWE

Wer unterstützt Verbraucherinnen und Verbraucher eigentlich beim Wärmepumpen-Kauf?

Wärmepumpen sind eine klimafreundliche Alternative zu fossilen Energien. Doch die Angebote sind nicht immer leicht zu vergleichen. Die Verbraucherzentralen bieten deshalb jetzt eine kostenlose und fundierte Angebotsberatung für den Wärmepumpenkauf.

Die Tage werden kürzer, die Heizung läuft nun jeden Tag länger. Besonders klimafreundlich wird’s, wenn Wärmepumpen für die angenehmen Temperaturen zu Hause sorgen.

Warum das so ist? Wärmepumpen nutzen Umgebungswärme und können so mit einer Kilowattstunde Strom häufig drei bis vier Kilowattstunden Wärme erzeugen. Je treibhausgasärmer die Stromerzeugung wird, desto klimafreundlicher wird folglich auch das Heizen mit einer Wärmepumpe. Werden Wärmepumpen direkt vor Ort aus einer eigenen Photovoltaik-Anlage betrieben, gelingt die Wärmeerzeugung CO₂-neutral und ganz ohne den Einsatz fossiler Brennstoffe wie Gas oder Öl. Ein Großteil der neu gebauten Wohnhäuser nutzt diese Technik bereits. Aber auch in Bestandsgebäuden lassen sich Wärmepumpen effizient einsetzen. Das lohnt sich für die Umwelt und für den eigenen Geldbeutel.

Doch wann ist eine Wärmepumpe die richtige Wahl für kuschelige Wärme im Herbst und Winter, wie funktioniert sie eigentlich, wie gibt es Fördergelder für die Anschaffung und wer hilft bei der Auswahl der passenden Modelle? Direkt erklärt und kompetent beantwortet werden die Fragen von den Verbraucherzentralen bundesweit. Sie liefern das größte anbieterunabhängige Beratungsangebot zum Thema Energie in Deutschland.

Verbraucherinnen und Verbraucher, die schon konkrete Angebote für Wärmepumpen vorliegen haben, wissen: Der Umfang der Angebote und auch der veranschlagte Preis können sehr unterschiedlich sein. Oftmals sind die Angebote nicht leicht miteinander zu vergleichen. Auch hierbei hilft nun die Energieberatung der Verbraucherzentrale. Sie bietet einen kostenlosen Angebotsvergleich für Wärmepumpen und hilft so bei einer fundierten Kaufentscheidung. Nachdem ein im September 2024 in Rheinland-Pfalz gestartetes Projekt dazu sehr gern angenommen worden war, gibt es den kostenlosen Angebotsvergleich nun auch bundesweit.

Verbraucherzentrale bietet kostenlosen Angebotsvergleich für Wärmepumpen

Und so geht’s: Zunächst sollte auf der Website das eigene Bundesland ausgewählt und ein Teilnahmebogen ausgefüllt werden. Anschließend können bis zu drei Angebote hochgeladen und von Energieberatern analysiert werden. Nach der Auswertung der Unterlagen gibt es einen Beratungstermin für die detaillierte Erläuterung und Beantwortung aller Fragen (telefonisch oder per Video). Abschließend erhalten Verbraucherinnen und Verbraucher zwei PDF-Dokumente: eine markierte Angebotsübersicht und eine technische Vergleichstabelle.  

Ziel der Beratung ist es, eine passende und effiziente Wärmepumpe für jedes Gebäude zu finden. Weitere Informationen zum Angebotsvergleich für Wärmepumpen gibt es hier.

Weitere Angebote und Tipps für energieeffizientes Wohnen und Leben

Der kostenlose Angebots-Check für Wärmepumpen ist aber nur eines von vielen Angeboten der Verbraucherzentralen, die beim energieeffizienteren Wohnen und Leben helfen können. Bundesweit stehen fast 1.000 Energieberaterinnen und Energieberater der Verbraucherzentralen Privathaushalten rund um die Themen Energieeffizienz und erneuerbare Energien zur Seite. Allein 2023 wurden fast 270.000 Ratsuchende in einer der 900 Beratungsstellen, per Telefon, online oder direkt zu Hause beraten.

Die Beratung ist leicht verständlich und kostenfrei. Lediglich für die Vor-Ort-Beratung bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern zu Hause ist ein geringer Eigenkostenanteil in Höhe von 40 Euro zu entrichten. Für einkommensschwache Haushalte ist das gesamte Energieberatungsangebot der Verbraucherzentrale kostenlos. Es reicht von praktischen Tipps, wie die Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Strom- und Heizkosten senken können, bis hin zu Vor-Ort-Checks für die Sanierung von Häusern (moderne Heiztechnik, Photovoltaik, Wärmedämmung, Erneuerbare Energien).

95 Prozent der Beratenen sind laut Verbraucherzentrale zufrieden mit der Qualität der Beratung und empfehlen die Energieberatung weiter. Rund 80 Prozent der Beratenen setzen die Maßnahmen um. Nach Angaben des Verbraucherzentrale Bundesverbands e.V. bewirkten die Beratungen 2023 Energieeinsparungen, die dem Jahresenergieverbrauch der Privathaushalte der Stadt Stuttgart entsprechen.

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