Erneuerbare Energien
Solarmontage auf dem Dach Zwei Handwerker montieren auf einem geneigten Dach Solarmodule; Nahaufnahme, blauer Himmel. © Adobe Stock / Hermann

Neues digitales Register sorgt für weniger Bürokratie und schnellere Anschlussverfahren

Seit dem 1. Februar 2025 müssen die Hersteller von Stromerzeugungsanlagen und Batteriespeichern deren Einheitenzertifikate im „Zentralen Register für Einheiten- und Komponentenzertifikate“ (ZEREZ) hinterlegen. Das sorgt für weniger Bürokratie und schnellere Anschlussverfahren.

1.592 Zertifikate und 9.904 Einheiten waren bis zum 10. September 2025 im neuen digitalen Online-Register für Hersteller, Anlagenbetreiber und Netzbetreiber auf www.zerez.net eingetragen worden. Ohne eine gültige Registrierungsnummer dürfen Stromerzeugungsanlagen und Stromspeicher seit dem 1. Februar 2025 nicht mehr an das Stromnetz angeschlossen werden. Einzelne Zertifikate können für mehrere Geräte oder Einheiten gelten (sogenannte Familienzertifikate).

Die Ausstellung von Einheiten- und Komponentenzertifikaten ist aber nicht erst seit der Einführung des ZEREZ Pflicht. Sie soll sicherstellen, dass alle Anlagen netzkonform sind – also sicher an das Stromnetz angeschlossen und betrieben werden können. Dazu gehören neben den in dezentralen Erzeugungsanlagen verbauten Erzeugungseinheiten auch weitere wichtige Komponenten.

Viele Vorteile für die Netz- und Anlagenbetreiber sowie eine sichere Stromversorgung

Das neue Register bringt viele Vorteile für die Netzbetreiber, die Anlagenbetreiber und für die Sicherheit der Stromversorgung in Deutschland, denn erstmals ist hier zentral einsehbar, welche Einheiten und Komponenten für Energieanlagen genutzt werden können.

Und so geht’s: Die rund zwei Dutzend Zertifizierungsstellen in Deutschland und die Hersteller selbst können die notwendigen Dokumente hochladen und nun ohne viel Bürokratie und deutlich schneller gegenseitig prüfen. Jedes Zertifikat erhält im Anschluss eine eigene Registrierungsnummer (ZEREZ-ID), mit der der Austausch, der beim Anschluss an das Stromnetz zwischen Anlagenbetreibern und Netzbetreibern stattfindet, erheblich vereinfacht wird. Statt umfangreicher Datensätze senden der Anlagenbetreiber oder der beauftragte Installateur nun nur noch die ZEREZ-ID an den Netzbetreiber. So werden die Anschlussverfahren für neue Anlagen deutlich schneller.

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