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Forschen für die Energie der Zukunft
Zur Umsetzung des 10-Punkte-Plans (wir berichteten) zur Neuausrichtung der Energiepolitik, den Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche im September vorgelegt hatte, startet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie nun eine Reihe neuer Maßnahmen, die die Energieforschung stärken sollen. Die folgenden Fördermaßnahmen wurden erstmals im Rahmen der 2. Energieforschungskonferenz am 11. November 2025 vorgestellt.
Erdwärme-Standorte in Deutschland finden und erschließen
Noch wird die Wärmeversorgung in Deutschland größtenteils über fossile Brennstoffe wie Öl und Gas abgedeckt. Sollen die Treibhausgasemissionen sinken, braucht es jedoch klimafreundliche Alternativen. Besonders vielversprechend ist die Nutzung von Erdwärme im oberflächennahen Bereich bis in größere Tiefen. Bis 2030 sollen so zehn Terrawattstunden geothermisches Potenzial erschlossen werden. Detaillierte Informationen über den Untergrund sind wichtig, um die Kosten für Bohrungen gering zu halten und eine wirtschaftliche Umsetzung von Anlagen zu ermöglichen. Um dieses Ziel zu erreichen, fördert das BMWE mit der Explorationsinitiative Geothermie Vorhaben, die die geologische Datenbasis zum Potenzial von Standorten in Deutschland verbessern und die moderne Explorationstechnik entwickeln.
Transferoffensive Energieinnovationen
Die Transferoffensive Energieinnovationen wird aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität finanziert. Ziel dieser Offensive ist es, den Weg für klimafreundliche, innovative Technologien in die Praxis zu bereiten. In diesem Rahmen starten nun zwei Förderaufrufe. Der Förderaufruf für Testinfrastrukturen richtet sich an Vorhaben zu Wind, Photovoltaik, Wärme und Kälte und flexiblen Stromnetzen. Der zweite Förderaufruf soll den Einsatz von Industrie- und Großwärmepumpen sowie von thermischen Energiespeichern im industriellen Umfeld beschleunigen.
Neustart der Reallabore der Energiewende
Die Reallabore der Energiewende sind ein praxisnahes Förderformat, das 2019 gestartet wurde. Vorhaben testen innovative Technologien und systemische Ansätze sowie Geschäftsmodelle unter realen Betriebsbedingungen und übertragen diese in die Praxis. Der Fokus des aktuellen Aufrufs liegt auf den Themen Strom und Wärme. Kosten und Emissionen sollen reduziert, das Netz stabilisiert und Versorgungssicherheit gewährleistet werden.
Darüber hinaus starten weitere Förderaufrufe zu Schlüsselthemen der Energieversorgung wie Cyberresilienz, kosteneffiziente Sanierung von Bestandsgebäuden und Kostensenkung bei Fernwärmeleitungen.