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Enge Zusammenarbeit für Innovationen
Unter dem Motto „Energieinnovationen für Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz“ stand die 2. Energieforschungskonferenz des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE), die am 11. und 12. November in Berlin stattfand. Denn Herausforderungen wie eine sichere, bezahlbare und klimaneutrale Energieversorgung sowie mehr Wettbewerbsfähigkeit und ökonomische Resilienz würden „nur mit Innovationen gelingen“, so BMWE-Staatssekretär Frank Wetzel: „Deshalb werden wir die Energieforschung als Antriebsmotor für Innovationskraft stärken.“
„Das Thema Forschungstransfer wird ein, wenn nicht gar das wichtigste Thema in der künftigen Energieforschungspolitik des BMWE werden“, unterstrich Rodoula Tryfonidou, Leiterin des Referats „Energieforschung – Grundsatzfragen und Strategie“, vor den rund 300 teilnehmenden Expertinnen und Experten vor Ort. Passend dazu wurde eine neue Förderoffensive angekündigt.
Dazu gehört auch die Transferoffensive Energieinnovationen, die einen schnelleren Übergang von Ergebnissen in die Praxis ermöglichen soll – etwa mit Innovationswettbewerben, Testinfrastrukturen oder die Hochskalierung neuer Technologien. Förderaufrufe zu Schlüsselthemen der Energieversorgung wie Cyberresilienz, klimaneutraler Prozesswärme, kosteneffizienter Sanierung von Bestandsgebäuden, Kostensenkung bei Fernwärmeleitungen und Hochtemperatursupraleitung, die Explorationsinitiative Geothermie sowie ein Neustart der Reallabore der Energiewende wurden ebenso angekündigt (wir berichten).
Mit der Konferenz gab das BMWE zugleich den Startschuss für die Neuauflage des „lernenden“ Energieforschungsprogramms, das neue Entwicklungen und Bedarfe der Energiewirtschaft aufnimmt und neue energiepolitische Leitlinien implementieren kann.
Menschen für Transformation begeistern
Die Teilnehmer der hochkarätig besetzten Podiumsdiskussionen und die Verfasser der Keynotes der 2. Energieforschungskonferenz diskutierten außerdem die Bedeutung von Innovationen aus nationaler und internationaler Perspektive.
Menschen für die Transformation zu begeistern, forderte Kerstin Andreae, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). „Nur, wenn die angewandte Forschung aus Deutschland von Anfang an international gedacht wird, kann sie sich auch dort wiederfinden“, unterstrich Britta Buchholz, Vizepräsidentin des Technologiekonzerns Hitachi Energy und Vorsitzende des Beirats zum Energieforschungsprogramm des BMWE.
Wie sich diese Ziele erreichen lassen und welche Probleme gelöst werden müssen, darüber diskutierten die Teilnehmer am zweiten Tag. Dieser lösungsorientierte Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik ist das Ziel von BMWE-initiierten Austauschforen wie den Forschungsnetzwerken Energie, von denen sich ebenfalls viele Vertreterinnen und Vertreter in die Konferenz eingebracht hatten.
Ein widerstandsfähigeres und unabhängigeres Energiesystem
Ebenfalls diskutiert wurde Deutschlands Rolle im globalen Umfeld. Einerseits gebe es im globalen Miteinander große Chancen, betonte etwa Dr. Martin Keller, seit November neuer Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. Ein Rückzug von Staaten wie den USA aus einzelnen Bereichen der Energieforschung könne für den Standort Deutschland eine Chance sein. Andererseits berieten die Teilnehmenden vor Ort auch darüber, wie Deutschlands Energiesysteme widerstandsfähiger werden können, etwa durch Unabhängigkeit von Importen oder mehr europäische Zusammenarbeit.
Einen Bericht und Bilder von der Veranstaltung finden Sie auch auf den Seiten der Forschungsnetzwerke Energie. Mehr Informationen zur angewandten Energieforschung lesen Sie hier.