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Bundesförderung Industrie und Klimaschutz geht in die zweite Runde
Die deutsche Industrie treibt den Klimaschutz voran. Das zeigen die Ergebnisse des abgeschlossenen Förderwettbewerbs 2025 der Bundesförderung Industrie und Klimaschutz (BIK). Mit dem Programm unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) Unternehmen dabei, ihre Produktion klimafreundlicher aufzustellen und gleichzeitig wettbewerbsfähig zu bleiben.
38 Projekte für klimafreundliche Industrieprozesse
Im ersten Förderwettbewerb wurden 38 Industrieprojekte aus verschiedenen Branchen ausgewählt. Darunter solche aus der Baustoff-, Chemie-, Stahl-, Glas- und Papier-Industrie, sowie aus der Abfallverwertung und dem Maschinenbau. Auch Projekte zur direkten Abscheidung von CO2 aus der Luft erhielten eine Zusage. Die Vorhaben sind über ganz Deutschland verteilt und zeigen, wie vielfältig die Ansätze für eine klimafreundliche Industrie sein können.
Unter anderem geht es in den Förderanträgen um neue Produktionsverfahren und energieeffiziente Anlagen sowie um Technologien zur Abscheidung, Nutzung und Speicherung von CO2. Gerade dort, wo Emissionen heute noch schwer zu vermeiden sind, schaffen diese Lösungen neue Perspektiven.
Fördermittel sorgen für hohe Investitionen
Die ausgewählten Projekte erhalten zusammen rund 476 Millionen Euro an Fördermitteln. Davon kommen etwa 106 Millionen Euro aus den Bundesländern, die sich an der Finanzierung größerer Vorhaben beteiligen. Mit diesen Fördermitteln werden private Investitionen von über einer Milliarde Euro angestoßen.
Die parlamentarische Staatssekretärin Gitta Connemann betont: „Der BIK-Förderwettbewerb zeigt: Unsere Industrie ist bereit. Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit sind kein Widerspruch. Sie gehören zusammen. Die geförderten Projekte liefern Lösungen – vom Recycling gemischter Abfälle über die CO2-Bindung in Beton bis hin zu hybriden Heizsystemen, CO2-Abscheidung, effizienter Abwärmenutzung und Negativemissionen.“
Weitere Projekte, insbesondere im Bereich CCU/CCS, ständen schon kurz vor dem Start, sagte sie weiter: „Mit dem neuen BIK-Förderwettbewerb geben wir ihnen Rückenwind. Damit aus Ideen schnell Realität wird.“
Zwei Module – ein gemeinsames Ziel
Die BIK ist modular aufgebaut und richtet sich an unterschiedliche Herausforderungen der Industrie. Modul 1 fördert Investitionen sowie Forschungs- und Entwicklungsprojekte zur Dekarbonisierung von Produktionsprozessen. Dazu gehören zum Beispiel Elektrifizierung, der Einsatz von erneuerbarem Wasserstoff oder neue, energieeffiziente Verfahren.
Modul 2 unterstützt Projekte zur Nutzung, Speicherung oder direkten Entnahme von CO2 aus der Atmosphäre (auch als CCU/S bezeichnet) - etwa durch Carbon-Capture-Technologien oder die sogenannte Direct Air Capture. Diese Ansätze sind besonders wichtig für Industrien, in denen CO2-Emissionen technisch oder wirtschaftlich nur schwer vermieden werden können.
Zweiter Förderaufruf bis Ende Februar 2026
Aufbauend auf den bisherigen Erfolgen hat das BMWE nun den zweiten Förderaufruf der BIK gestartet. Unternehmen können ihre Projektskizzen noch bis zum 28. Februar 2026 beim jeweiligen Projektträger einreichen. Der aktuelle Wettbewerb gilt für beide Fördermodule (Modul 1, Teilmodule 1 & 3 sowie Modul 2) und unterstützt erneut Investitions- sowie Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit einem klaren Beitrag zum Klimaschutz.
Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit gemeinsam stärken
Mit der Bundesförderung Industrie und Klimaschutz schafft der Bund verlässliche Rahmenbedingungen für Pilotprojekte und innovative Technologien. Ziel ist es, neue Lösungen schneller in die Praxis zu bringen und die industrielle Transformation voranzutreiben. Die bisherigen Ergebnisse zeigen: Der Wandel ist machbar – und er bietet Chancen für Unternehmen und Klima zugleich.