Energieforschung
Eine Illustration, auf der im Vordergrund Freileitungsmaste mit Leitungen zu sehen sind, und im Hintergrund eine Metropole bei Nacht. © Stock/s-cphoto

Wie neu entwickelte Stresstest-Instrumente unsere Energiesysteme schützen könnten

Extreme Wetterereignisse und Cyberangriffe setzen unser Energiesystem zunehmend unter Druck. Um seine Widerstandsfähigkeit zu stärken, hat ein Forschungsteam Konzepte für spezielle Stresstests konzipiert.

Unser Energiesystem muss deshalb zukünftig besser gegen externe Störfälle geschützt sein. Gleichzeitig muss es fähig sein, bei einem Vorfall schnell wieder in den Normalzustand zurückzukehren.

Im Forschungsprojekt ReMoDigital wurde dafür ein spezielles Stresstest-Instrument entwickelt mit dessen Hilfe verschiedene Szenarien simuliert wurden. Arbeitet ein System unter Störungen weiterhin zuverlässig? Bleibt es zumindest teilweise aktiv? Kann es seine Funktionsfähigkeit schnell wiederherstellen? Diese und andere Fragen haben Projektleiter Dr. Bert Droste-Franke vom Institut für qualifizierende Innovationsforschung und -beratung GmbH (IQIB) und sein interdisziplinäres Forschungsteam untersucht und dabei beispielsweise auch Erkenntnisse aus der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 miteinbezogen.

Expertinnen und Experten diskutieren im Innovationslabor des IQIB © IQIB: Expertinnen und Experten diskutieren im Innovationslabor des IQIB

Forscherteam: Analyse regionaler Aspekte besonders wichtig

Beim Test zweier Versionen des Tools zeigte sich, „dass insbesondere die Analyse regionaler Aspekte für eine zukünftige Nutzung großes Potenzial bietet“, wie Droste-Franke erklärt. Trotz einer herausfordernden Datenlage und der Schwierigkeit, möglichst konkrete Realitätsbezüge zu den Auswirkungen von Störmomenten herzustellen, kann das Forschungsteam vielversprechende Ergebnisse vorweisen: Sie bezogen dafür diverse geographische und technische Skalen in die systemanalytischen Modelle mit ein (da sich diese je nach Extremwetterereignis oder Cyberangriff unterscheiden und unterschiedlich relevant sind). Die Ergebnisse können interaktiv und webbasiert eingesehen werden. Die Analysen werden so gebündelt, dass Akteure widerstandsfähige Energiesysteme gestalten können. Dafür werden Extremfälle gezeigt, die exemplarisch für einzelne Regionen untersucht wurden.

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