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So kommt der Netzausbau in Deutschland voran
Sie sind das Rückgrat der deutschen Stromversorgung, die großen Stromautobahnen - auch Übertragungsnetze genannt. Mit ihnen gelangt Strom überall dorthin, wo er gebraucht wird. Am Ziel übernehmen die Verteilnetze die Energie und versorgen die einzelnen Regionen, von der Industrieanlage bis zum privaten Verbraucher.
Stromnetz bedarfsgerecht und kosteneffizient ausbauen und optimieren
So gelangt mit den Übertragungsnetzen beispielweise Windstrom aus dem Norden Deutschlands auch in die Verbrauchszentren im Süden und Westen des Landes. Mit dem Ausstieg aus der Kernenergie und dem geplanten Ende der Kohleverstromung muss unser Stromnetz so leistungsfähig ausgelegt werden, dass weiterhin die Versorgungs- und Systemsicherheit gewährleistet werden kann. Dafür ist es notwendig, das bestehende Stromnetz bedarfsgerecht und kosteneffizient auszubauen und zu optimieren. Ein dezentraler Ausbau der erneuerbaren Energien in allen Landesteilen ist wichtig, er kann den überregionalen Transportbedarf aber nicht ersetzen.
Bauphase rückt fast überall in den Fokus
Nachdem die Genehmigungsverfahren aller großen Hochspannungs-Gleichstrom-Vorhaben (HGÜ) - A-Nord, Ultranet, SuedLink und SuedOstLink - im Jahr 2025 abgeschlossen werden konnten, rückt nun überall die Bauphase in den Fokus. Insgesamt 128 Netzausbauvorhaben mit rund 16.800 Leitungskilometern umfasst die Netzausbauplanung laut Bundesbedarfsplangesetz (BBPlG) und laut Gesetz zum Ausbau von Energieleitungen (EnLAG). Mehr als ein Drittel der geplanten Leitungskilometer sind mittlerweile im Bau. In den kommenden Jahren werden die Inbetriebnahmen also deutlich zunehmen: Ultranet soll noch 2026 in Betrieb gehen, A-Nord Mitte 2027, SuedOstLink Ende 2027 und SuedLink Ende 2028.
Ein Blick auf die vergangenen Jahre
Ein Blick auf die vergangenen Jahre und den aktuellen Stand bei den Genehmigungen, Baustarts und Inbetriebnahmen: 2024 waren 405 Kilometer Übertragungsnetz fertiggestellt worden und in Betrieb gegangen, 2025 kamen weitere 352 Kilometer dazu. Im Jahr 2026 sollen 964 Kilometer in Betrieb gehen und 757 Leitungskilometer genehmigt werden. Im Jahr 2025 waren es hingegen 2.208 genehmigte Kilometer und 2024 fast 1.800 Kilometer. Die Zahlen für den Baustart weisen für 2024 insgesamt 2.401 Kilometer aus, 2025 waren es 1.604 Kilometer. 2026 ist der Baustart für 628 Kilometer Übertragungsnetz geplant.