© Stiftung Jugend forscht e. V./Schaeffler
Energiewende im Fokus junger Forschender
„Wir suchen die Forscher von morgen!“ Mit diesem Aufruf startete der damalige Chefredakteur des Magazins „stern“ Henri Nannen vor 61 Jahren die erste Wettbewerbsrunde von „Jugend forscht“. Seither haben mehr als 350.000 Kinder und Jugendliche an Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb teilgenommen.
Mehr als 11.300 junge Forscherinnen und Forscher aus ganz Deutschland - und damit nochmal fast zehn Prozent mehr als im Vorjahr - hatten sich in diesem Jahr angemeldet und mehr als 6.300 verschiedene Forschungsprojekte eingereicht. Die jeweils besten fünf Projekte in den Fachgebieten „Arbeitswelt“, „Biologie“, „Chemie“, „Geo- und Raumwissenschaften“, „Mathematik/Informatik“, sowie „Physik“ und „Technik“ wurden mit Geld- und Sachpreisen wie Forschungspraktika und Stipendien ausgezeichnet.
Unter den Einreichungen waren wieder auch viele spannende Projekte für die Energiewelt von morgen: etwa zur Optimierung von Photovoltaik und Netzen, bei der intelligente Systeme für private Haushalte die Effizienz und Lebensdauer von Solaranlagen erhöhen. Auch Ideen zu neuen Verfahren zur Effizienzsteigerung bei der Gewinnung von Biogas wurden vorgestellt. Ein anderes Projekt widmete sich smarter Gebäudetechnik mit vergleichenden Analysen zur energetischen Effizienz moderner, emissionsfreier Elektroheizungen.
Viel Beachtung fanden auch KI-gestützte Klimasimulationen: Mithilfe von Deep Learning könnten so komplexe Klimamodelle und das Erreichen potenzieller Kipppunkte in wenigen Minuten statt in Monaten berechnet werden. Auch das Thema „Energieeffizienz im Alltag“ fehlte nicht und war mit der Erprobung neuer Isolationsmaterialien wie Aerogel, um Wärmeverluste im gewerblichen und privaten Bereich drastisch zu reduzieren, vertreten.
Den mit 1.500 Euro dotierten Sonderpreis „Energie“ (gestiftet vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) gewann der 17jährige Ben Waldmann vom Ulf-Merbold-Gymnasium Greiz aus Thüringen für sein Projekt „SORS – Segmented Optimized Rotor Simulation“ - einer innovativen Software zur Optimierung von Kleinwindanlagen.
Der Hintergrund: Kleinwindräder für Hausdächer sind mit ihren starren Rotorblättern oft weniger effizient. Eine von Ben entwickelte, intelligente Steuerung passt den Blattwinkel während des Betriebs dynamisch an und generierte bei Tests im Windkanal so rund 18 Prozent mehr Windenergie. Neben dem Sonderpreis „Energie“ errang der junge Forscher mit einer Arbeit über die Entstehung der ersten Sterne auch den bundesweiten Sieg Fachgebiet Physik.
Ziel des BMWE ist es, die jungen Talente auch langfristig für Karrieren im Energiebereich zu gewinnen. Im Rahmen der Energieforschung des BWME werden daher in 2026 auch wieder zwei verschiedene Perspektiv-Foren der Stiftung Jugend forscht e. V. rund um das Thema Energie gefördert. Das Perspektiv-Forum „Zukunftsfragen Energie“ vom 23. bis 25. September 2026 in Hannover richtet sich an ältere Alumni - mindestens im zweiten Studienjahr oder Promovierende bis 28 Jahre. Das Perspektiv-Forum „Karrierewege Energie“ richtet sich dagegen an Schüler, Auszubildende, Freiwilligendienstleistende oder Erstsemester ab 16 Jahren. Es findet vom 1. bis 3. September 2026 in Magdeburg statt.
Der Startschuss für die 62. Wettbewerbsrunde erfolgt bereits am 1. Juli 2026. Bis zum 30. November 2026 können sich dann erneut junge Menschen mit ihren Projekten hier bewerben.
Ziel des BMWE ist es, die jungen Talente auch langfristig für Karrieren im Energiebereich zu gewinnen. Im Rahmen der Energieforschung des BWME werden daher auch 2026 wieder zwei verschiedene Perspektiv-Foren der Stiftung Jugend forscht e. V. rund um das Thema Energie gefördert. Das Perspektiv-Forum „Zukunftsfragen Energie“ vom 23. bis 25. September 2026 in Hannover richtet sich an ältere Alumni, die mindestens im zweiten Studienjahr sind, sowie Promovierende bis 28 Jahre. Das Perspektiv-Forum „Karrierewege Energie“ ist dagegen für Schüler, Auszubildende, Freiwilligendienstleistende oder Erstsemester ab 16 Jahren gedacht. Es findet vom 1. bis 3. September 2026 in Magdeburg statt.
Der Startschuss für die 62. Wettbewerbsrunde erfolgt bereits am 1. Juli 2026. Bis zum 30. November 2026 können sich dann erneut junge Menschen mit ihren Projekten hier bewerben.
Weiterführende Informationen:
- „Jugend forscht“-Pressemitteilung: „Bundesbildungsministerin Karin Prien kürt die Bundessiegerinnen und Bundessieger 2026 in Herzogenaurach“
- Pressemitteilung der Bundesregierung: „Deutschlands beste Nachwuchstalente ausgezeichnet“
- BMWE-Artikel zu „Jugend forscht“ 2025: „Kluge Köpfe für die Energiewende“