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Internationale Partnerschaften voller Energie
Energiepartnerschaften weltweit, das klingt genauso spannend wie es ist. Mit mehr als 30 Ländern unterhält Deutschland mittlerweile bilaterale Energiepartnerschaften, manche davon bestehen schon seit 20 Jahren. In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist viel passiert in Sachen Energie, doch eines ist geblieben: Wer vertrauensvoll zusammenarbeitet und sich gegenseitig - etwa mit Technologie und Wissenstransfer - unterstützt, der gestaltet nicht nur die Energiezukunft im eigenen Land mit und unterstützt heimische Unternehmen im Partnerland, sondern bringt auch die Energiewende weltweit voran.
Genau hier setzen die weltweiten Partnerschaften an und bauen auf einem starken Fundament aus langjähriger Zusammenarbeit und gegenseitigem Vertrauen auf. Sie unterstützen die Versorgungssicherheit Deutschlands und der Partnerländer, fördern die Kooperation zwischen deutschen Unternehmen und Unternehmen des Partnerlandes und helfen bei der Dekarbonisierung der Wirtschaft. Dafür findet ein regelmäßiger Austausch zu Chancen, Herausforderungen und Strategien über zahlreiche Kanäle und Plattformen statt, in regelmäßigen Treffen von Steuerungsgruppen, Workshops, bilateralen Gesprächen, Delegationsbesuchen und virtuellen Formaten.
Vielfältige Chancen für deutsche Unternehmen
Die Energiepartnerschaften eröffnen deutschen Unternehmen Chancen zur strategischen Positionierung in zukunftsfähigen Märkten, reduzieren die Abhängigkeit von einzelnen Lieferländern und diversifizieren die verfügbaren Energiequellen. Sie unterstützen außerdem beim Schutz kritischer Infrastrukturen und sorgen für mehr Energiesicherheit.
Deutschland und Vereinigte Arabische Emirate vertiefen Energiepartnerschaft
Auch 2025 hat sich viel getan mit Blick auf die mehr als 30 internationalen Partnerschaften. Im Rahmen der Deutsch-Emiratischen Energiepartnerschaft hat Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche ihren Besuch in den Vereinigten Arabischen Emiraten Mitte November 2025 genutzt, um die strategische Energiepartnerschaft beider Länder weiter zu vertiefen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Versorgungssicherheit, Innovationen sowie neue Kooperationsmöglichkeiten in Zukunftstechnologien. Im Ergebnis wurde eine enge Zusammenarbeit in den Bereichen Batteriespeicher, Offshore-Wind und grüner Wasserstoff vereinbart. Das Deutsch-Emiratische Energieforum mit über 160 Teilnehmenden bot zudem eine wichtige Plattform für den Austausch zu Wasserstoffinfrastrukturen und zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Energiewende.
Deutschland und Kanada vereinbaren Rohstoffkooperation
Zwischen Deutschland und Kanada wurde Anfang März 2025 eine gemeinsame Absichtserklärung zur vertieften Rohstoffkooperation im Rahmen der Deutsch-Kanadischen Energiepartnerschaft unterzeichnet, die auch zur Diversifizierung deutscher Rohstofflieferketten und damit zur Versorgungssicherheit der Energiewende beitragen soll. Eine rund 20-köpfige Unternehmensdelegation war im Vorfeld nach Toronto zu einer der weltweit wichtigsten Bergbau- und Rohstoffmessen gereist. Deutschland ist bei vielen Rohstoffen stark von China abhängig. Kanada wiederum möchte seine Exportmärkte jenseits der USA diversifizieren – eine engere Zusammenarbeit liegt damit im gegenseitigen Interesse. Drei Unternehmen der Delegation schlossen zudem Verträge und Absichtserklärungen mit kanadischen Partnern, unter anderem zu Lithiumverarbeitung, Kupferlieferketten und Graphithandel.
Südafrika plant eines der größten Netzausbauprojekte weltweit
In Südafrika erhalten deutsche Unternehmen Zugang zu einem der größten Netzausbauprojekte weltweit. Die südafrikanische Regierung plant bis 2035 den Bau von rund 14.000 Kilometern neuen Übertragungsleitungen und zahlreichen Umspannwerken. Private Investoren sollen Netzkorridore im Build-Operate-Transfer-Verfahren finanzieren und betreiben. Die Anlagen gehen anschließend in staatliches Eigentum über. Damit entsteht ein neues, investorenfähiges Marktsegment für internationale Netzbetreiber, Technologieanbieter und Infrastrukturinvestoren. Die Deutsch-Südafrikanische Energiepartnerschaft hat diesen Umbau frühzeitig begleitet und deutsche Interessen gezielt in den Reformprozess eingebracht.
Neue Prioritäten in der Deutsch-Israelischen Energiepartnerschaft
Im Rahmen der Deutsch-Israelischen Energiepartnerschaft wurden 2025 der Schutz kritischer Infrastrukturen, Resilienz und Energiesicherheit als neue Prioritären festgelegt - etwa durch die Forschungszusammenarbeit mit ATHENE, einer Expertendelegation zur Cyberweek und multilateralen Cyberübungen im Energiesektor. Deutschland stärkt so auch seine eigene Resilienz gegen physische Angriffe und Cyberangriffe auf kritische Energieinfrastrukturen.
Neues Kooperationsfeld des Deutsch-Thailändischen Energiedialogs
In Thailand sind Rechenzentren als kritische Infrastruktur mit besonderem Bedarf an sicherer und unterbrechungsfreier Energieversorgung als neues Kooperationsfeld im Rahmen des Deutsch-Thailändischen Energiedialoges dazugekommen. Zuverlässige Energieversorgung und Kühlsysteme sowie eine hohe Energieeffizienz sind zentrale Voraussetzungen für eine nachhaltige Sektorentwicklung. Sie eröffnen auch Chancen für Technologietransfer und private Kooperation. Die Partnerschaft unterstützt die technische Zusammenarbeit und verknüpft thailändische Marktbedarfe gezielt mit deutscher Unternehmensexpertise.
Diese und viele weitere Beispiele für die weltweite Energiezusammenarbeit Deutschlands sind im aktuellen Jahresbericht der Bilateralen Energiepartnerschaften zu finden.