© BMWE; Datenbasis Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), Stand 02/2026
Investitionen in EE-Anlagen bleiben wichtiger Wirtschaftsfaktor
Investitionen in Erneuerbare Energien (EE) sichern nicht nur das Gelingen der Energiewende, sie bleiben auch weiterhin ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Deutschland.
Die Energiewende ist Deutschlands langfristige, sektorübergreifende Strategie, um die Energieversorgung sicher, wirtschaftlich und umweltverträglich zu gestalten. Dafür wird die Energieversorgung grundlegend umgebaut - weg von fossilen Brennstoffen hin zu Erneuerbaren Energien, mehr Energieeffizienz und Energieunabhängigkeit. Die mit dieser Umstellung verbundenen Investitionen haben sich seit dem Jahr 2000 zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt, der viele Arbeitsplätze sichert.
37,6 Milliarden Euro: zweithöchstes Ergebnis seit dem Jahr 2000
Mit Investitionen in die Errichtung von EE-Anlagen in Höhe von 37,6 Milliarden Euro wurde 2025 das zweithöchste Ergebnis seit dem Jahr 2000 erzielt. Ein großer Teil davon entfällt auf die Wertschöpfung bei der Herstellung und Installation der Anlagen hierzulande, wovon der Wirtschaftsstandort Deutschland unmittelbar profitieren kann. Durch die Wartungs- und Betriebskosten der bestehenden Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien erzielten auch andere Branchen - wie beispielsweise Lieferanten biogener Brenn- oder Kraftstoffe sowie Wartungsunternehmen - weitere 22,9 Milliarden Euro an Umsatz.
2025 legten die zuvor gesunkenen Investitionen in Wärmepumpen und Biomasseheizungen wieder zu (Wärmepumpen: plus 61 % im Vergleich zum Vorjahr). Die Investitionen in Windenergieanlagen an Land übertrafen mit rund 8,8 Milliarden ihr bisheriges Rekordergebnis aus dem Jahr 2017 um rund 1,4 Milliarden. Investitionen in Photovoltaikanlagen, Windparks auf See, Biomasseanlagen zur Stromerzeugung sowie in Solarthermie- und Wasserkraftanlagen fielen dagegen im Vorjahresvergleich geringer aus. In Summe konnten mit 37,6 Milliarden Euro dennoch die bislang zweithöchsten EE-Investitionen innerhalb eines Jahres verbucht werden.
Bei den Photovoltaikanlagen sanken die Investitionen gegenüber dem Vorjahr um knapp zwei Milliarden Euro. Als Ursachen dafür nennt die Kurzdokumentation neben einem geringeren Leistungszubau insbesondere rückläufige spezifische Investitionskosten. Grund dafür waren sinkende Anlagenpreise und die Zunahme von großen Anlagen mit geringeren spezifischen Kosten. Insgesamt entfielen im Jahr 2025 etwa 40 Prozent der Investitionen in Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien auf Photovoltaik (2024: 50 Prozent), 30 Prozent auf Windenergie an Land und auf See (2024: 27 Prozent), 23 Prozent auf Geothermie und Umweltwärme (2024: 16 Prozent) und sechs Prozent auf Biomassewärme (2024: fünf Prozent).
Berechnet wurden die in Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien getätigten Investitionen vom ZSW auf Basis der zugebauten Leistung beziehungsweise der Anlagenanzahl. Mit Hilfe spezifischer Investitionskosten (Euro pro Kilowatt) und mittlerer Kosten je Anlage (Euro pro Anlage) werden daraus die gesamten Investitionen je Sparte im Betrachtungsjahr berechnet. Die Zahlen für das Jahr 2025 sind vorläufige Zahlen.